Über mich

Ich bin Florian Craig, komme aus Gestringen und lebe dort mit meinen zwei Kindern.
Politisch bin ich seit 2018 im Stadtrat Espelkamp für B90/Die Grünen – zunächst nachgerückt, mittlerweile Fraktionsvorsitzender. Ich würde mich selbst als ziemlich links einordnen, ohne das groß als Warnung zu verstehen. Meine Schwerpunkte sind Klimaschutz, Mobilität, soziale Infrastruktur und eine Stadtpolitik, die nicht immer nur die Mittelschicht aufwärts im Blick hat. 2020 bin ich als Bürgermeisterkandidat angetreten – nicht weil ich dachte, es wird einfach, sondern weil ich der Meinung bin, dass man sich einbringen muss, wenn man etwas ändern will.
Neben dem Rat engagiere ich mich als 1. Vorsitzender von PRO Waldfreibad. Das Freibad ist für mich mehr als ein Schwimmbecken – es ist ein sozialer Ort, bürgerschaftlich getragen, mitten in der Stadt. So etwas sollte man nicht einfach wegsparen.
Was mich antreibt
Aus den Jahren im Rat lässt sich einiges herauslesen, was mir wirklich wichtig ist:
Klimaschutz ist keine Ideologie, sondern Haushaltspolitik. Klimafolgen kosten mehr als Klimaschutz. Wer das noch immer als grünes Steckenpferd abtut, schiebt nur die Rechnung weiter.
Mobilität ist mehr als Straßenbau. Espelkamp plant noch immer zuerst fürs Auto und dann für den Rest. Das muss sich ändern – nicht als Bestrafung für Autofahrer, sondern weil viele Menschen schlicht keine Wahl haben: kein ÖPNV, keine Radwege, keine Fußwege.
Gemeinwohl vor Gewinnstreben. Private Investoren haben in der Daseinsvorsorge nichts zu suchen. Schulen, Kitas, Freibad, Gesundheitsversorgung – das sind keine Märkte, das ist Verantwortung der öffentlichen Hand.
Kommunalpolitik muss offen sein. Der Stadtrat besteht hauptsächlich aus weißer Mittelschicht, weil das System genau das begünstigt. Abendtermine ohne Ende, ehrenamtlich, neben Job und Familie. Für Alleinerziehende oder Menschen ohne viel Freizeit bedeutet das de facto Ausschluss. Das ist kein Naturgesetz.
Man kann etwas ändern. Ich glaube daran ernsthaft. Nicht naiv – ich weiß, wie oft man gegen Wände läuft. Aber wer aufhört dran zu glauben, überlässt das Feld denen, denen es so passt wie es ist.
Abseits der Politik
Beruflich arbeite ich als IT-Support-Spezialist. Privat beschäftige ich mich mit IT aus einem anderen Blickwinkel: nicht nur wie sie funktioniert, sondern was sie mit uns macht. Wie Algorithmen Entscheidungen treffen. Wie Daten gesammelt, ausgewertet und verwertet werden. Was es bedeutet, dass immer mehr des alltäglichen Lebens durch digitale Infrastruktur läuft, die wir nicht kontrollieren und oft nicht mal verstehen. Das interessiert mich – und ich versuche, es zu verstehen.
Ein Teil davon ist Datensparsamkeit und die Frage, wer eigentlich Hoheit über die eigenen Daten hat. Ich betreibe eigene Server und nutze selbst gehostete Alternativen zu den großen Plattformen – nicht aus Paranoia, sondern weil ich glaube, dass es einen Unterschied macht. Mehr dazu auf der Projektseite.
Vor allem aber versuche ich, neugierig zu bleiben. Dinge ausprobieren, auch wenn sie nicht sofort funktionieren. Etwas kaputtmachen und verstehen warum. Das gilt für IT genauso wie für Politik – der Wille, nicht einfach hinzunehmen wie es ist, sondern nachzufragen.
Und wenn ich nicht vor einem Bildschirm sitze oder in Ratssitzungen bin: Ich fahre Fahrrad. Nicht als Sport, sondern als Fortbewegung, als Kopffreiheit, als Haltung.
Kontakt
Wer schreiben möchte: kontakt@florian-craig.de
Auf Instagram bin ich als @derschaumende zu finden.